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5 Schritte zur Einführung eines erfolgreichen Quellensicherungsprogramms

September 26, 2016

Nach einer Zeit des konjunkturellen Abschwungs sind Lebensmittel verstärkt ins Visier von Gelegenheitsdieben geraten. Supermärkte sehen sich damit weiterhin einem beträchtlichen Diebstahlrisiko ausgesetzt. Laut dem Globalen Diebstahlbarometer gehören Fleisch und Käse zu den besonders häufig gestohlenen Artikeln. Immer mehr Einzelhändler setzen deshalb auf Quellensicherung. Diese trägt nachweislich dazu bei, Verluste durch Warenschwund zu verringern. Zudem sind mit einem Quellensicherungsprogramm zusätzliche Vorteile für die gesamte Lieferkette verbunden. Es trägt sowohl zur Umsatzsteigerung als auch zur Vermeidung von Regalleerständen bei.

Wenn Sie also ebenfalls erwägen, die Vorteile der Quellensicherung für sich nutzbar zu machen, empfehlen wir Ihnen, die nachstehenden fünf Schritte zu beachten:

 

  1. Datennutzung

Daten sind immer das A und O. Sie sind die Grundlage für einen Großteil aller geschäftlichen Entscheidungen. Bevor eine Entscheidung zur Implementierung eines Quellensicherungsprogramms getroffen wird, müssen die für die Verlustprävention zuständigen Abteilungen (z. B. Revision) die ihnen zur Verfügung stehenden Daten analysieren. Nur so können sie sachkundig entscheiden, für welche Produkte das größte Risiko besteht, und diese dann für einen Testlauf auswählen.

Doch die Rolle, die die Daten dabei spielen, geht noch weiter. Nach der Identifizierung der besonders risikobehafteten Artikel sollten während einer Testphase weitere Daten gesammelt werden. Das Quellensicherungsteam des Lösungsanbieters erhebt im Rahmen von Audits relevante Daten, um Einzelhändlern einen Vergleich der Situation vor und nach dem Einsatz der Quellensicherung zu ermöglichen und den potenziellen Nutzen der Investition eindeutig darzulegen.

Wenn Sie in der Lage sind, konkrete Ergebnisse vorzulegen, hilft Ihnen das bei Ihren Bemühungen, von anderen Mitarbeitern in Ihrem Unternehmen die Zustimmung und Unterstützung für das Projekt zu erhalten. Unserer Erfahrung nach ist es in dieser Phase besonders wichtig, mit den Teams aus den Bereichen Finanzen und Einkauf erste Gespräche zu führen – also mit jenen Mitarbeitern, die mit den Lieferanten in der Regel häufiger in Kontakt sind als die Abteilung Revision/Loss Prevention.

 

  1. Teamübergreifende Zusammenarbeit

Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase folgt die eigentliche Umsetzung. Der Lösungsanbieter arbeitet von Beginn an eng mit dem Einzelhändler und dem Hersteller zusammen. Von den Mitarbeitern in der Produktion über die Kommissionierer und Produktentwickler bis hin zur Revision/Loss Prevention: Ausschlaggebend für ein erfolgreiches Projekt sind eine gute Kooperation und Kommunikation.

Das Quellensicherungsteam des Lösungsanbieters besucht die Produktionsstätten, um deren Betriebsabläufe zu evaluieren. Kein Produktionswerk gleicht schließlich dem anderen. Daher ist es wichtig, herauszufinden, wie das Sicherungsverfahren an die jeweiligen Prozesse des Herstellers angepasst werden kann. Hierzu sollte Ihr zuständiger Ansprechpartner über entsprechende fachliche, werkspezifische Erfahrungen verfügen und in der Lage sein, die Herausforderungen bei der Einführung des entsprechenden Etikettierungsprozesses zu überblicken und jeden Lieferanten hinsichtlich der am besten geeigneten Lösung zu beraten.

 

  1. Tests

Sobald die richtige Lösung gefunden worden ist, sollte der Lösungsanbieter einen Testlauf durchführen. Eine Stichprobe mit quellengesicherten Artikeln wird im „Quellensicherungslabor“ des Lösungsanbieters dahingehend überprüft, ob die Erkennung und Deaktivierung der Artikel in den späteren Verkaufsstätten reibungslos funktioniert.

Mit der Überprüfung der Deaktivierung wird sichergestellt, dass EAS-Fehlalarme auf ein Minimum reduziert werden und der Kassiervorgang beschleunigt wird. Beides wirkt sich positiv auf die Kundenzufriedenheit aus. Natürlich ist es ebenso wichtig zu überprüfen, ob die Erkennung der Sicherungsetiketten ebenfalls funktioniert. So können Sie sichergehen, dass die Etiketten optimal platziert wurden.

 

  1. Langfristige Lösung

Nach dem Abschluss der Testphase ist das Quellensicherungsprogramm bereit für den Roll-out. Ein erfolgreiches Projekt ist keine kurzfristige Lösung, die nach Bedarf ein- und ausgeschaltet werden kann. Es sollte stattdessen so viel Mehrwert generiert werden können, dass die Lösung über den gesamten Bestellzyklus des Produkts hinweg beibehalten wird. Dabei sollte im Falle von Verpackungsänderungen erneut getestet werden, ob die Erkennung der Artikel zuverlässig funktioniert. Das letztendliche Ziel sollte darin bestehen, dass das Programm problemlos auf alle künftigen Produktlinien ausgeweitet werden kann.

 

  1. Durchführung eines internen Produkt-Audits

Für den Einzelhändler ist es wichtig, die Einhaltung der Richtlinien zur Quellensicherung regelmäßig zu überprüfen. Dies kann am einfachsten über eine Überprüfung der am Verkaufsort eintreffenden quellengesicherten Produkte geschehen.

In einigen Fällen ist das Quellensicherungsprogramm zwar in der Unternehmenszentrale bekannt, allerdings wissen die Mitarbeiter in den Filialen vor Ort oftmals nicht, welche Artikel mit einer Quellensicherung versehen sind. Daher muss unbedingt sichergestellt werden, dass die gesamte Belegschaft über das Projekt informiert ist.

So kann beispielsweise vermieden werden, dass bereits gesicherte und verkaufsbereite Waren verspätet ins Regal eingeräumt werden, weil Mitarbeiter fälschlicherweise davon ausgehen, dass sie erst ein Sicherungsetikett anbringen müssen. Derart ineffiziente Betriebsabläufe tragen alljährlich zur Schmälerung der Gewinnmargen bei. Das Quellensicherungsprogramm soll für eine kürzere „Speed-to-Shelf“ sorgen und zur Umsatzsteigerung und Vermeidung von Regalleerständen beitragen – und nicht das Gegenteil bewirken.

 

 

Schneller ROI

In der Regel kann die Implementierung eines Quellensicherungsprogramms bis zu sechs Monate dauern. Doch dieser Zeitraum lässt sich durch die enge Zusammenarbeit mit Spezialisten und die Einhaltung der vorstehenden Schritte wesentlich verringern. Ein solch professionelles Vorgehen trägt damit nicht nur zur erfolgreichen Durchführung des Projekts bei, sondern verkürzt auch die Dauer bis zum Erreichen des ROI.

 

Weitere Informationen zum Thema Quellensicherung finden Sie hier.