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Sieben Tipps zur effektiven Sicherung von verpackten Kosmetikartikeln

June 14, 2016

In der Kosmetikbranche gilt das Verpackungsdesign als Schlüssel zur Steigerung der Gewinne. Das Design ist in dieser Branche ein wesentliches Element der Vermarktung von Marken. Es trägt dazu bei, dass Kunden ein günstiges Make-up-Produkt aus der Drogerie von den neuesten Make-up-Produkten der Luxusmarken wie „Chanel“ bereits rein optisch unterscheiden können.

Doch neben der Notwendigkeit, eine attraktive Verpackung zu kreieren, gilt es auch, eine Strategie zur Verlustprävention zu entwickeln. Diese sollte die Sicherung des Produkts von der Herstellung bis zum Kauf durch den Kunden gewährleisten. Schließlich sind Kosmetikartikel besonders häufig im Visier von Dieben – sie sind sehr handlich und lassen sich leicht weiterverkaufen (besonders auf dem Grauen Markt). Der (professionelle) Ladendiebstahl von Kosmetikartikeln bereitet den führenden Markenherstellern erhebliches Kopfzerbrechen: Sie sehen ihre Kontrolle über die Vertriebskanäle und das Vertrauen der Kunden in die Echtheit ihrer hochwertigen Produkte in Gefahr.

Die Herausforderung für die Einzelhändler liegt auf der Hand: Sie müssen ihren Kunden die Möglichkeit geben, die ansprechend verpackten Produkte in die Hand zu nehmen und zu begutachten. Gleichzeitig gilt es, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, die die Diebstahlquoten und damit einhergehende Bestandslücken auf ein Minimum reduzieren.

Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen, ein Konzept zu entwickeln und umzusetzen, das Ihre Kosmetikartikel über den gesamten Vertriebsweg schützt:

  • Legen Sie fest, wer in die allgemeine Verlustpräventionsstrategie für Kosmetikartikel eingebunden werden soll. Identifizieren Sie Ihre spezifischen Schwierigkeiten im Bereich Kosmetika und definieren Sie eine ganzheitliche Verlustpräventionsstrategie unter Einbeziehung von Operations, Category Managern und Marketing.
  • Identifizieren Sie die SKUs, die besonders vom Schwund betroffen sind. Starten Sie ein Programm zur EAS-Etikettierung für die 10 Prozent Ihrer Artikel, die in den meisten Filialen den Großteil der Gewinne erwirtschaften und besonders diebstahlgefährdet sind. Definieren Sie eindeutige KPIs, um die Wirksamkeit Ihres Etikettierungsprogramms und der allgemeinen Verlustpräventionsstrategie zu messen. So können Sie aufzeigen, welchen Umsatzzuwachs diese Maßnahmen bewirkt haben. Investieren Sie die zusätzlichen Erlöse, um die Sicherungsmaßnahmen auf andere SKUs auszuweiten.
  • Treffen Sie sich mit dem Produktdesignteam, um die Herausforderungen zu besprechen. Kosmetikverpackungen stellen aufgrund ihres innovativen und attraktiven Designs und der Vielzahl der verwendeten Verpackungsmaterialien, die von Metall bis zu Glas reichen, eine besondere Herausforderung dar. Das Verdecken der Markenkennzeichnung durch ein schlecht platziertes EAS-Etikett würde unweigerlich zu Umsatzeinbußen führen. Die Zusammenarbeit mit dem Designteam ist somit dringend zu empfehlen. So können Sie ermitteln, an welchen Stellen das Etikett am vorteilhaftesten auf der Verpackung angebracht werden kann. Wenn Sie Argumente benötigen, warum eine kooperative Zusammenarbeit für alle Beteiligten vorteilhaft ist, können Sie auf die Umsatz- und Gewinneinbußen durch Warenschwund hinweisen.
  • Entscheiden Sie, ob Sie mit verdeckten oder sichtbaren Etiketten arbeiten möchten. EAS-Etiketten können entweder in die Verpackung des Artikels integriert oder sichtbar auf der Verpackung platziert werden. Der aktuelle Trend im Einzelhandel geht hin zu sichtbarem Diebstahlschutz, um Diebe durch leicht erkennbare RF-Etiketten oder Warnhinweise abzuschrecken. Ein verdecktes Etikett könnte jedoch für das Designteam die bevorzugte Option darstellen.
  • Ziehen Sie Quellensicherung in Betracht. Die Etikettierung bereits am Herstellungsort vorzunehmen, kann sich als ein viel effizienterer Prozess für den Einzelhandel erweisen. Durch diesen wird es möglich, das Verkaufspersonal von der Aufgabe der EAS-Etikettierung in den Filialen zu entbinden. Zudem gewährleistet die Quellensicherung, dass die Etiketten immer ordnungsgemäß an der dafür vorgesehenen Stelle platziert werden. Dabei ist es wichtig, dass im Vorfeld strenge Richtlinien für die Etikettenplatzierung mit den Herstellern vereinbart werden.
  • Beziehen Sie das Verkaufspersonal in die Verlustpräventionsstrategie mit ein. Die Mitarbeiter sind darin zu schulen, wo und wie Etiketten im Falle einer Etikettierung vor Ort anzubringen sind und wie EAS-Etiketten deaktiviert werden können. Wenn sie umfassend eingewiesen wurden und das Gefühl haben, an einem reibungslosen Ablauf der Prozesse teilzuhaben, werden sie eher bereit sein, die Richtlinien einzuhalten. Hierdurch kann auch vermieden werden, dass Kunden am Ausgang durch Fehlalarme in Verlegenheit gebracht werden.
  • Definieren Sie einen konkreten Prozess für die Einführung von neuen Produkten. Die Kosmetikbranche wird von der stetigen Entwicklung neuer Produkte bestimmt. Diese neuen Produkte, aber auch ältere, begehrte Artikel werden in der Regel durch aggressive Marketingkampagnen beworben, was auch die Aufmerksamkeit von Dieben auf sich zieht. Führen Sie zusammen mit Ihrem Designteam und den Herstellern einen konkreten Prozess ein, um geeignete Strategien zum Schutz von neuen Produkten zu entwickeln. So können Sie Zeit sparen, den Schwund reduzieren und Ihren Umsatz steigern.